Sprachstörungen

Haarsträubendes Denglisch und Anglizismen kennt man ja. Man benutzt sie schließlich selbst, denn Sprache entwickelt sich schließlich ständig weiter.

Außerdem sind viele dieser „Übersetzungsdummheiten“ und Ausdrücke nun mal cool.

Manchmal wird’s zwar ein bißchen viel. Zum Beispiel, wenn zum „Get-together beim Kick-Off-Meeting, Dresscode Casual Business“ geladen wird, wie kürzlich in der Zeitung zu lesen war.

Aber „what shalls“, wie der englische Muttersprachler sagen würde. Ist ja auch mal ganz witzig.

Wenn etwas „Sinn macht“, dann wird das mittlerweile als Duden-konform angesehen. Was? Nicht gewußt, dass es auch „sinnvoller“ geht? 😉

Schwamm drüber. Bastian Sick vom Zwiebelfisch hat sich diese sprachliche Verirrung schon vor Jahren hier in einem besonders schönen Artikel angeschaut.

Vor nicht allzu langer Zeit hat der Online-Translator oder der durchgeknallte Übersetzer, der das „Sinn machen“ damals verbockt hat, allerdings wieder zugeschlagen.

Es ist das Schlimmste zu befürchten,  denn „es ist verstanden, dass“ gewisse Dampfplauderer eine neue Phrase für sich entdeckt haben und diese Phrase womöglich den Pfad des Erfolgs durch die Meetings dieses Landes beschreiten wird. „Es ist verstanden, dass“ das eigentlich mal „it’s understood“ hieß, also sich jemand einig war. Seltsamerweise tritt bei der 1:1-Übersetzung aber eine Verschiebung ein, denn plötzlich klingt das vielmehr so, dass etwas bestimmt worden ist. Total crazy.

Hoffentlich ist das verstanden.

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